Welche Rolle spielt Butter beim Backen?
Butter ist weit mehr als nur ein Fettlieferant. Sie beeinflusst Geschmack, Konsistenz, Farbe und Haltbarkeit eines Gebäcks. Beim Backen sorgt Butter für ein vollmundiges Aroma und eine zarte Krume. Gleichzeitig hilft sie dabei, Luft in den Teig einzuarbeiten, wodurch Kuchen und Kekse lockerer werden. In Mürbeteigen macht Butter den Teig mürbe und zart, während sie in Rührteigen für Volumen und eine saftige Struktur sorgt. Außerdem unterstützt sie die Bräunung des Gebäcks und verleiht Kuchen, Plätzchen und Broten ihre appetitliche goldene Farbe.
Kurz gesagt: Die Wahl der richtigen Butter kann einen großen Unterschied für das Backergebnis machen.
Welche Buttersorten eignen sich zum Backen?
Im Kühlregal gibt es verschiedene Buttersorten, die sich in Geschmack, Herstellung und Verwendung unterscheiden.
- Ungezalzene Butter: Ungesalzene Butter ist die erste Wahl für die meisten Backrezepte. Sie ermöglicht die genaue Kontrolle über die Salzmenge und eignet sich für nahezu alle Teigarten – von Rührkuchen und Keksen bis hin zu Buttercremes und Hefeteigen.
- Gesalzene Butter: Gesalzene Butter enthält zusätzlich Salz und wird seltener zum klassischen Backen verwendet. Sie kann jedoch interessant sein, wenn süßes Gebäck eine leichte salzige Note erhalten soll, beispielsweise bei Salted-Caramel-Cookies.
- Süßrahmbutter: Süßrahmbutter wird aus frischem, nicht gesäuertem Rahm hergestellt. Sie besitzt einen milden, leicht süßlichen Geschmack und eignet sich hervorragend für feines Gebäck, Buttercremes und Plätzchen.
- Sauerrahmbutter: Bei Sauerrahmbutter wird der Rahm vor der Butterherstellung mit Milchsäurekulturen versetzt. Dadurch entsteht ein etwas kräftigeres und aromatischeres Geschmacksprofil. Sie wird häufig für Brot, herzhafte Backwaren und rustikale Gebäcke verwendet.
- Mildgesäuerte Butter: Mildgesäuerte Butter ist in Deutschland besonders verbreitet. Sie vereint die Milde der Süßrahmbutter mit einer leicht frischen, aromatischen Note und eignet sich als Allrounder für nahezu alle Backrezepte.
- Weidebutter: Weidebutter stammt von Kühen, die überwiegend frisches Gras fressen. Dadurch ist sie oft etwas gelber und besitzt ein besonders aromatisches Butteraroma. Viele Hobbybäcker und Profis schätzen sie für hochwertige Kuchen und feines Gebäck.
- Margarine: Margarine wird aus pflanzlichen Ölen hergestellt und kann in vielen Rezepten als Alternative zu Butter verwendet werden. Geschmack und Textur unterscheiden sich jedoch häufig etwas vom Original.
- Vegane Butter: Vegane Butter basiert auf pflanzlichen Fetten und eignet sich als Ersatz für klassische Butter. Hochwertige Produkte können meist im Verhältnis 1:1 verwendet werden.
Welche Butter für welches Rezept?

Kalte, weiche oder geschmolzene Butter - wann verwendet man welche?
Kalte Butter
Kalte Butter eignet sich für Teige, bei denen eine mürbe oder blättrige Struktur gewünscht ist. Dazu gehören Mürbeteig, Streusel, Scones oder Tartes. Beim Backen schmelzen die kleinen Butterstückchen und hinterlassen feine Hohlräume, die für eine lockere Struktur sorgen.
Weiche Butter (zimmertemperatur)
Weiche Butter ist ideal für Rührteige und Buttercremes. Sie lässt sich besonders gut mit Zucker aufschlagen und sorgt für eine luftige Masse.
Geschmolzene Butter
Geschmolzene Butter wird häufig in Brownies, Muffins oder saftigen Kastenkuchen verwendet. Das Ergebnis ist meist etwas kompakter, dafür aber besonders saftig.
Welche Butter verwenden Profis?
Viele Konditoren und Bäcker bevorzugen ungesalzene Butter oder Süßrahmbutter. So bleibt die Salzmenge exakt kontrollierbar und der reine Buttergeschmack kommt optimal zur Geltung. Für Croissants, Plunder und Blätterteig wird häufig spezielle Tourierbutter verwendet. Sie besitzt einen höheren Schmelzpunkt und lässt sich besser in den Teig einarbeiten.
Wie kann man Butter ersetzen?
Auch wenn Butter oft die beste Wahl ist, gibt es verschiedene Alternativen:
- Öl (75–80 g Öl ersetzen 100 g Butter)
- Margarine
- Vegane Butter
- Joghurt oder Quark
- Apfelmus
- Kokosöl
Jede Alternative beeinflusst Geschmack und Konsistenz unterschiedlich.
Ob Süßrahmbutter, Weidebutter oder mildgesäuerte Butter – jede Sorte hat ihre eigenen Eigenschaften. Wer die Unterschiede kennt und zusätzlich auf die richtige Temperatur achtet, erzielt bessere Backergebnisse und kann Geschmack sowie Konsistenz gezielt beeinflussen. Für die meisten Kuchen und Kekse ist Süßrahmbutter die klassische Wahl. Wer besonders viel Aroma sucht, greift zu Weidebutter. Und für Brot oder herzhafte Gebäcke kann Sauerrahmbutter eine interessante Alternative sein.





