Kokosöl ist ein pflanzliches Öl, das aus dem weißen Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird. Es wird seit vielen Jahren in der Küche und auch für Pflegeprodukte genutzt. Doch was macht dieses Öl so besonders? In diesem Artikel erfährst du, was Kokosöl genau ist, wie du es verwenden kannst und welche Vorteile und Nachteile es mit sich bringt.
Ist Kokosöl gesund?
Es gibt bisher nicht genug wissenschaftliche Belege dafür, dass Kokosöl gesund ist. Kokosöl enthält viele gesättigte Fette, die dein LDL-Cholesterin erhöhen können. Ein zu hoher LDL-Wert steigert das Risiko für Herz und Kreislauferkrankungen.
Kokosöl besteht vor allem aus mittelkettigen Fettsäuren, den sogenannten MCTs. Dein Körper wandelt diese schneller in Energie um als die gesättigten Fette aus Fleisch oder Milchprodukten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Kokosöl automatisch gesünder ist als andere Öle. Es ist deshalb klug, Kokosöl nur in kleinen Mengen zu verwenden und regelmäßig mit Ölen abzuwechseln, die mehr ungesättigte Fette enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Olivenöl oder Rapsöl.
Kokosöl Vorteile
✔ Schnelle Energiequelle: Die MCTs werden rasch in Energie umgewandelt.
✔ Längeres Sättigungsgefühl: Kokosöl kann dabei helfen, dass du weniger schnell Hunger bekommst.
✔ Enthält Antioxidantien: Diese Stoffe können deinen Körper vor schädlichen Einflüssen schützen.
Kokosöl ist praktisch beim Kochen und Backen, da es gut hitzebeständig ist und deinen Gerichten eine leichte Kokosnote geben kann. Es enthält zwar viele gesättigte Fette, doch ein großer Teil davon besteht aus MCTs, die dein Körper anders verarbeitet. Auch wenn Kokosöl einige Vorteile bietet, solltest du es nur gelegentlich nutzen und mit anderen Ölen abwechseln, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Diese gelten als günstiger für die Ernährung.

Kokosöl Nachteile
Kokosöl enthält sehr viele gesättigte Fette, deutlich mehr als Olivenöl oder Sonnenblumenöl. Außerdem ist es teurer als viele andere Öle und hat oft eine weniger nachhaltige Herkunft. Da Kokosöl meist aus tropischen Regionen importiert wird, entsteht eine größere ökologische Belastung.
Wofür ist Kokosöl gut?
Kokosöl eignet sich besonders gut zum Backen und Braten. Bei Zimmertemperatur bleibt es fest und schmilzt erst bei wärmeren Temperaturen. Das macht es passend für Backwaren wie Kekse oder Kuchen. Außerdem enthält es Antioxidantien, die deinen Körper schützen können. Trotzdem sind andere Öle wie extra natives Olivenöl insgesamt eine bessere Quelle für Antioxidantien und gesunde Fette.
Kokosöl Ersatz
Wenn du kein Kokosöl verwenden möchtest, kannst du es leicht ersetzen. In Backrezepten eignet sich Butter oder Sonnenblumenöl als Alternative. Zum Braten kannst du gut Olivenöl oder Erdnussöl nutzen. Diese enthalten weniger gesättigte Fette und mehr ungesättigte Fettsäuren, die als günstiger für deine Gesundheit gelten.
Ist Kokosfett gesund?
Kokosfett ist die feste Form von Kokosöl. Manche glauben, dass es wegen der MCTs gesünder ist. Dafür gibt es jedoch keine starken wissenschaftlichen Belege. Da Kokosfett genauso viele gesättigte Fette enthält wie Kokosöl, wird es nicht als regelmäßige Wahl in einer gesunden Ernährung empfohlen. Abwechslung mit anderen Ölen bleibt die beste Option.
Kokosöl zum Backen
Man kann gut Backen mit Kokosöl, weil es hitzebeständig ist und nicht so schnell verbrennt. Für Rezepte, bei denen du keine Kokosnote möchtest, nimmst du am besten raffiniertes Kokosöl. Dieses hat einen neutralen Geruch und Geschmack. Unraffiniertes Kokosöl passt jedoch gut zu süßen Teigen und bringt ein leichtes Kokosaroma mit.
Kokosöl zum Frittieren
Du kannst auch Frittieren mit Kokosöl. Es verträgt hohe Temperaturen und bleibt stabil. Verwende am besten raffiniertes Kokosöl und achte darauf, dass deine Fritteuse nicht heißer wird als etwa 180 Grad. Und filtere das Öl regelmäßig, damit du es länger verwenden kannst.
Kann Kokosöl verderben?
Ja, Kokosöl kann verderben. Wenn du es jedoch richtig lagerst, bleibt es lange haltbar. Jetzt fragst du dich vielleicht wie soll man Kokosöl aufbewahren? Bewahre Kokosöl kühl, trocken und dunkel auf. In einem Küchenschrank ist es gut aufgehoben. Bei Kälte wird es hart, bei Wärme wieder flüssig. Das ist normal und beeinflusst die Qualität nicht. Verändert sich die Farbe oder riecht das Öl unangenehm, solltest du es nicht mehr verwenden.













