Wenn du schon einmal eine Tasse Chai getrunken, einen Eintopf gekocht oder damit gebacken hast, dann kennst du bestimmt Sternanis. Die sternförmige Frucht fällt sofort auf, doch hinter der Form steckt noch einiges mehr. Sie hat einen markanten Geschmack und wird in vielen Küchen genutzt. Möchtest du mehr erfahren? In diesem Artikel liest du alles über diese besondere Zutat.
Was ist Sternanis eigentlich?
Sternanis (auf latein: Illicium verum) ist die getrocknete Frucht eines immergrünen Baums, der ursprünglich aus dem Süden Chinas stammt. Der Name verrät viel, denn die Frucht hat die Form eines achtzackigen Sterns und in jedem Zacken steckt ein glänzender Samen. Die Schale und die Samen geben den typischen Geschmack, der an Süßholz erinnert und etwas nach Lakritz schmeckt. Dieses Aroma stammt vom Stoff Anethol, der auch in Fenchel und Anissamen vorkommt. Sternanis schmeckt jedoch etwas intensiver.
Für was ist Sternanis gut?
Neben dem Einsatz in herzhaften und süßen Gerichten wird Sternanis seit Jahrhunderten in der asiatischen Heilkunst genutzt. In der chinesischen Medizin gilt er als wohltuend bei Erkältungen, Bauchschmerzen und Problemen mit der Verdauung. Das liegt daran, dass er Shikimisäure enthält, einen Stoff, der auch für ein bekanntes antivirales Medikament verwendet wird. Zusätzlich wirkt Sternanis antibakteriell und antifungal.

Woher kommt Sternanis?
Wenn du dich fragst woher kommt Sternanis, lautet die Antwort: aus Südchina. Von dort aus verbreitete er sich in vielen Teilen Asiens. In China ist er ein fester Bestandteil der bekannten Fünf Gewürze Mischung und wird dort für Suppen, Fleischgerichte und Saucen genutzt. Auch in westlichen Küchen gehört Sternanis inzwischen zu den beliebten Gewürzen.
Wie wächst Sternanis?
Die Frucht wächst an einem Baum, der bis zu zehn Meter hoch werden kann. Er gedeiht besonders gut in China, Vietnam und einigen Regionen Indiens. Der Baum trägt erst nach etwa sechs Jahren Früchte. Die grünen Früchte werden geerntet und anschließend in der Sonne getrocknet. Dabei bildet sich die typische Sternform.
Wie verwendet man Sternanis?
Wenn du wissen möchtest, wie man Sternanis verwendet, findest du hier einige Beispiele. Du kannst ihn in Eintöpfen, Suppen, Tee oder Glühwein nutzen. Beim Kochen gibt er langsam Geschmack ab, daher eignet er sich gut für Gerichte, die länger köcheln.
Tipp: Lasse ihn nicht zu lange mitkochen. Eine halbe bis ganze Stunde reicht meist aus.
Du kannst Sternanis auch in Pulverform nutzen. Dafür mahlst du die getrockneten Früchte oder kaufst fertiges Pulver. Das passt gut in Teigmischungen für Kekse, in selbst gemachte Gewürzmischungen oder in eine Schokoladentorte.
1 Sternanis ist wie viel Pulver?
Wenn du nur eine ganze Sternanis Frucht zu Hause hast, ist es hilfreich zu wissen, wie viel Pulver das ergibt. Eine ganze Sternanis entspricht etwa einer halben bis ganzen Teelöffelmenge Anispulver. Die Stärke hängt davon ab, wie intensiv du den Geschmack möchtest.
Hinweis: Pulver schmeckt oft stärker. Beginne mit einer geringeren Menge und taste dich heran.
Wie viel Sternanis für Tee?
Für eine Tasse Tee genügt ein ganzer Sternanis. Gib ihn zusammen mit einer Scheibe Orange in eine Tasse, gieße heißes Wasser darüber und lasse ihn etwa fünf bis zehn Minuten ziehen. Ziehst du ihn länger, kann der Tee bitter werden.
Ist Sternanis gesund?
Ja, in Maßen ist er gesund. Er enthält Antioxidantien, die deine Zellen schützen können. Aufgrund der Shikimisäure gilt er als wohltuend bei Erkältungen. Verwende ihn dennoch sparsam, besonders wenn du empfindlich auf Gewürze reagierst oder schwanger bist. Nutze ihn als feine Ergänzung und nicht als Heilmittel.
Wie bewahrst du Sternanis auf?
Bewahre Sternanis an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf. Ein gut verschlossenes Glas eignet sich dafür besonders gut. So bleibt sein Aroma lange erhalten.
Was ist ein Ersatz für Sternanis?
Falls dein Sternanis leer ist, kannst du ihn durch Fenchelsamen, Anissamen oder Fünf Gewürze Pulver ersetzen.





