Wer schon einmal ein italienisches Rezept nachgebacken oder selbst Pasta gemacht hat, ist ihnen begegnet: Semola, Semolina, Semola Rimacinata und Semolino. Die Namen klingen ähnlich, bezeichnen aber nicht dasselbe. Und genau da entsteht die Verwirrung. Welches Produkt nimmst du für selbstgemachte Pasta, welches für Pizza und welches für einen cremigen Grießpudding? In diesem Backtipp erklären wir dir die Unterschiede, damit du beim nächsten Rezept direkt zur richtigen Sorte greifst.

Die Basis von allen: Durumweizen

Was ist Semola?

Semola ist der italienische Begriff für grob gemahlenen Hartweizengrieß. Die Körner sind deutlich grober als normales Mehl, die Farbe ist kräftig gelb. Durch den hohen Eiweißgehalt des Durumweizens bildet sich beim Verkneten mit Wasser ein stabiles Glutennetz, was den Teig dehnbar und reißfest macht.

Semola wird häufig verwendet für:

  • Frishe Pasta 
  • Couscous
  • Das Bestäuben von Pizzateig oder einer Pizzaschaufel
  • Feste Teigarten

Viele Pizzabäcker verwenden Semola unter dem Pizzaboden, weil es weniger schnell verbrennt als normales Mehl und für einen leicht knusprigen Boden sorgt.

Was ist Semolina?

Semolina ist dasselbe Produkt wie Semola, nur unter dem englischen Namen. In Rezepten und Onlineshops tauchen deshalb oft beide Begriffe nebeneinander auf. Kurz zusammengefasst gilt: Semola ist der italienische Name, Semolina der englische und Hartweizengrieß die deutsche Bezeichnung. Alle drei meinen dasselbe.

Die körnige Struktur von Semolina nimmt Feuchtigkeit anders auf als normales Weizenmehl. Vermischt du es mit Wasser, entsteht ein starkes Glutennetz, das den Teig elastisch und gut formbar macht. Das macht Semolina zur klassischen Wahl für Pasta und Pizza.

Was ist Semola Rimacinata?

Das Wort rimacinata bedeutet wörtlich: noch einmal gemahlen. Semola Rimacinata ist also Semola, die nach dem ersten Mahlgang ein zweites Mal feiner gemahlen wurde. Das Ergebnis fühlt sich deutlich mehr wie Mehl an als klassischer grober Grieß. In Italien wird es häufig für Pizza, Brot und Focaccia verwendet.

Semola Rimacinata eignet sich besonders gut für:

  • Pizza
  • Brot
  • Focaccia
  • Italienische Brotsorten

Durch das feinere Mahlen bekommst du einen geschmeidigeren Teig als bei gewöhnlicher Semola, während die typische Struktur des Durumweizens erhalten bleibt. Das gibt deinen Backwaren diesen charakteristischen Biss und die leicht goldene Farbe, die man von italienischem Brot kennt.

Was ist Semolino?

Semolino ist eine sehr fein gemahlene Variante des Hartweizengrießes und wird vor allem für weiche Zubereitungen verwendet. Denk dabei an Grießbrei, Desserts, Gnocchi alla Romana oder Pudding. Die Struktur ist deutlich feiner als bei normaler Semola, was dazu führt, dass es schneller bindet und ein weicheres Ergebnis liefert.

Was ist Grieß?

Grieß ist eigentlich ein Sammelbegriff für grob gemahlenes Getreide. Das muss nicht zwingend Durumweizen sein. Grieß kann aus Durumweizen, Weichweizen, Dinkel, Mais oder Reis hergestellt werden. Semolina ist also immer eine Art Grieß, aber Grieß ist nicht automatisch Semolina. Genau das sorgt häufig für Verwirrung beim Einkaufen.

Wann nimmst du welche Sorte?

Sorte Mahlgrad Struktur Verwendung
Semola / Semolina Grob Körnig, gelb Frische Pasta, Couscous, Pizzateig bestäuben
Semola Rimacinata Fein(zweimal gemahlen) Weich, fast wie Mehl Pizza, Focaccia, italienisches Brot
Semolino Sehr fein Pudrig Grießbrei, Desserts, Gnocchi alla Romana
Grieß Variiert Grob bis fein, je nach Getreideart Brei, Pudding, kann aus verschiedenen Getreidesorten bestehen

 

Sobald du die Unterschiede einmal kennst, greifst du automatisch zur richtigen Sorte. Semola und Semolina für Pasta und Couscous, Semola Rimacinata für Pizza und Focaccia, Semolino für weiche Desserts und Grießbrei. Alle Sorten findest du bei Baktotaal, damit du immer den passenden Hartweizengrieß für dein Rezept griffbereit hast.