Wenn du gern selbst backst, ist dir der Begriff Ganache bestimmt schon einmal begegnet. Viele nutzen dieses cremige Gemisch gern für ihre eigenen Backwerke und auch wir greifen in einigen Rezepten häufig darauf zurück. Doch was ist eine Ganache eigentlich genau? Wie macht man eine Ganache und wofür kannst du sie verwenden? In diesem Artikel erklären wir dir alles Schritt für Schritt, lies also schnell weiter!
Was ist Ganache?
Ganache besteht einfach aus Schokolade, die mit Sahne gemischt wird. Meistens nimmt man dafür Schlagsahne. Du brauchst also nur zwei Zutaten, um dieses cremige Gemisch herzustellen. Statt Sahne kannst du auch Fruchtpüree oder Fruchtsaft verwenden.
Wie macht man eine Ganache?
Es gibt mehrere Methoden. Wie du die Ganache zubereitest, hängt von der verwendeten Schokolade und der Flüssigkeit ab. Schlagsahne musst du erst erhitzen, bevor du die Schokolade darin schmilzt. Wenn du Fruchtsaft oder Püree nutzt, kann sich der Geschmack beim Erhitzen verändern. Daher empfehlen wir, diese Flüssigkeiten nicht heißer als etwa 50 bis 60 Grad Celsius zu erwärmen.
Das Grundrezept für Ganache
Das wohl einfachste Rezept ist das Mischen im Verhältnis 1 zu 1. Erwärme 100 Milliliter Sahne in einem Topf und rühre 100 Gramm Zartbitterschokolade ein. Vermenge beides gründlich miteinander und schon hast du deine eigene Ganache zum Füllen oder Weiterverarbeiten.
Wenn du eine fruchtigere Note möchtest, kannst du statt Sahne auch Fruchtpüree oder Saft verwenden.
Vollmilch Ganache
Für eine Vollmilch Ganache gehst du genauso vor. Du nutzt jedoch 150 Gramm Vollmilchschokolade auf 100 Milliliter Sahne oder eine andere Flüssigkeit.
Weiße Schokoladen Ganache
Weiße Schokolade wird anders hergestellt als Zartbitter oder Vollmilchschokolade. Darum brauchst du hier ein anderes Verhältnis. Für eine Weiße Schokoladen Ganache verwendest du 200 Gramm weiße Schokolade auf 100 Milliliter Sahne.
Goldschokoladen Ganache
Goldschokolade hat eine feine Karamellnote und ähnelt von der Zusammensetzung her der weißen Schokolade. Die Mengenangaben bleiben daher gleich. Du nutzt 200 Gramm Goldschokolade auf 100 Milliliter Flüssigkeit.
Ruby Schokoladen Ganache
Vielleicht kennst du Ruby Schokolade bereits. Sie hat einen fruchtigen Geschmack und eine typische rosa Farbe. Auch daraus kannst du wunderbar eine Ganache herstellen. Besonders lecker wird sie, wenn du die Schokolade mit leicht erwärmtem Fruchtpüree oder Saft vermengst, statt mit Sahne.
Gib der Ganache zusätzlich ein Aroma
Wenn die Ganache fertig ist, kannst du sie mit einem Aroma deiner Wahl verfeinern. Weiße Ganache schmeckt zum Beispiel toll mit etwas Vanilleextrakt und dunkle Ganache mit einem Hauch Orangearoma. Du kannst die Masse auch mit etwas Likör würzen. Wenn du 10 Milliliter Likör hinzufügen möchtest, reduziere die Sahnemenge entsprechend auf 90 Milliliter.
Die oben genannten Rezepte sind Grundrezepte, die du ganz nach deinem Geschmack anpassen kannst. Probiere verschiedene Kombinationen aus und finde deine persönliche Lieblingsganache.
Bekämpfe Kristallisation mit Invertzucker oder Honig
Um Kristallisation vorzubeugen, kannst du etwas Invertzucker oder Honig einrühren. Invertzucker ist geschmacksneutral. Honig verändert den Geschmack, kann aber sehr gut passen. Wiege dafür zuerst deine Ganache und füge etwa 5 Prozent des Gesamtgewichts als Invertzucker oder Honig hinzu.
Oder verwende etwas Butter
Manche rühren ein kleines Stück Butter in die Ganache. Butter verhindert Kristallisation, verleiht zusätzliche Cremigkeit und macht die Masse etwas fester. Du kannst dich dabei an etwa 10 Prozent des Gesamtgewichts orientieren.
Wofür kannst du Ganache verwenden?
Ganache ist nicht nur leicht herzustellen, sondern auch vielseitig in der Anwendung. Du kannst sie als Ganache zum Füllen von Bonbons, Trüffeln, Torten, Cupcakes, Muffins, Keksen oder Kuchen nutzen. Ebenso eignet sie sich hervorragend als Ganache zum Überziehen von Torten oder als Ganache zum Einstreichen. Auch zum Garnieren von Eis oder Desserts ist sie geeignet. Du entscheidest, wozu sie am besten passt.
Ganache aufbewahren
- Als drip: Sobald die Ganache flüssig ist, musst du sie direkt verarbeiten. Lagern ist hier nicht möglich, da sie schnell fest wird.
- Als crème: Erwärme die Sahne, rühre die Schokolade ein und stelle das Gemisch in den Kühlschrank. Schlage die Ganache erst dann auf, wenn du sie brauchst. Sobald du sie aufschlägst, verkürzt sich die Haltbarkeit.
Ungekühlt solltest du deine Ganache nicht aufbewahren. Decke sie ab und bewahre sie im Kühlschrank etwa ein bis zwei Wochen auf. Du fragst dich vielleicht auch, kann man Ganache einfrieren? Leider geht dies nicht, da sie ihre Struktur verliert. Deshalb solltest du nicht deine Ganache einfrieren.
Ganache aufschlagen zu einer festen Füllung
Ganache ist zunächst recht flüssig. Du kannst sie jedoch problemlos zu einer festen Creme aufschlagen. Lasse sie im Kühlschrank abkühlen und rühre sie immer wieder um. Sobald sie gut durchgekühlt ist, kannst du sie mit dem Mixer aufschlagen, bis sie eine cremige Konsistenz hat. Warte nicht zu lange, da sie sonst sehr fest werden kann. Mit dieser Creme kannst du Torten und andere Backwerke füllen und profitierst zusätzlich davon, dass Ganache aufschlagen einfach ist.
Oder daraus eine luftige Topping Creme machen
Du kannst Ganache auch zu einer luftigen Creme aufschlagen, die sich ideal für Torten, Brownies oder kleine Gebäckstücke eignet. Bereite die Ganache wie oben beschrieben zu und lasse sie abkühlen, bis sie leicht andickt. Beobachte das gut, da Ganache schnell hart werden kann. Dann kannst du die Masse in wenigen Minuten zu einer leichten Creme schlagen und über dein Gebäck streichen. Arbeite zügig, da sie rasch fester wird.
Kann man Ganache einfärben?
















