Beim Backen von Torten, Kuchen, Muffins und anderen süßen Backwaren kannst du frisches Obst, Tiefkühlobst oder Obst aus der Dose verwenden. Jede Obstart hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Welche Variante am besten geeignet ist, hängt vom Rezept, von der Backzeit und vom gewünschten Ergebnis ab.

Frisches Obst: lecker und natürlich

Frisches Obst eignet sich besonders gut, wenn du deine Backkreationen dekorieren möchtest oder Gebäck mit kurzer Backzeit zubereitest. Auch für Apfelkuchen ist frisches Obst die beste Wahl. Bei sehr saftigen Früchten solltest du jedoch darauf achten, dass der Boden nicht zu feucht wird. Bestreue das Obst in diesem Fall leicht mit Mehl oder Speisestärke, um überschüssige Flüssigkeit zu binden.

Vorteile
Nachteile 
Frischer, natürlicher Geschmack Nicht jede Obstorte ist das ganze Jahr erhältich 
Keine zugesetzten Zucker Muss oft geschält und geschnitten worden
Ideal für Torten und Gebäck, bei denen die Optik wichtig ist Enthält viel Flüssigkeit und kann beim backen wässrig werden

Tiefkühlobst: praktisch und ganzjährig verfügbar

Tiefkühlobst ist eine sehr praktische Wahl. Du kannst es lange lagern, es ist bereits gewaschen und geschnitten. In der Regel kannst du Tiefkühlobst direkt in den Teig geben. Beachte jedoch, dass einige Sorten, wie Blaubeeren, Farbe an den Teig abgeben. Tiefkühlobst verliert außerdem viel Flüssigkeit. Dadurch kann der Boden matschig werden. Auch hier empfiehlt es sich, das Obst mit Mehl oder Speisestärke zu bestäuben.

Vorteile Nachteile
Immer verfügbar und lange haltbar Gibt beim Backen zusätzliche Flüssigkeit ab
Bereits gewaschen und geschnitten Gefahr der Verfärbung des Teigs
Oft günstiger als frisches Obst Nach dem Auftauen weichere Struktur

Obst aus der Dose: schnell und einfach

Obst aus der Dose ist, genau wie Tiefkühlobst, weicher und weniger fest als frisches Obst. Deshalb solltest du es nicht zu lange erhitzen, da es sonst schnell zerfällt. Bevor du Dosenobst verwendest, lässt du es in der Regel gut abtropfen, es sei denn, auf dem Etikett steht etwas anderes.

Dosenobst wie Kirsch-, Apfel- oder Beerenfüllung kannst du nach dem Abtropfen direkt verwenden. Es eignet sich hervorragend für Torten, Crumble oder Desserts. Du kannst es auch kurz erwärmen und als schnelle Topping-Variante für Eis nutzen. Zur Dekoration ist dieses Obst meist weniger geeignet, Pfirsiche oder Ananasscheiben aus der Dose kannst du jedoch sehr gut verwenden.

Vorteile Nachteile
Sortfort einstazbereit Enhält oft zugesetzten Zucker
Lange haltbar Weniger geeignet zur Dekoration
Gleichbleibender Geschmack und konstante Struktur Weich und kann schnell matschig werden

Welche Obstsorten eignen sich am besten?

Jede Obstsorte verhält sich beim Backen anders. Manche bleiben fest, andere werden schnell weich und geben viel Flüssigkeit ab.

Äpfel und Birnen verwendest du am besten frisch. Sie bleiben beim Backen stabil und behalten ihre Struktur. Beeren kannst du sowohl frisch als auch tiefgefroren verwenden, abhängig davon, was du backst.

Obst, das von Natur aus weich und saftig ist, verwendest du am besten aus der Dose. Dieses Obst ist bereits vorbereitet und gleichmäßig in der Struktur, wodurch es sich gut in Teige und Füllungen einarbeiten lässt. Dazu gehören:

  • Pfirsich
  • Ananas
  • Mandarine
  • Aprikose
  • Kirsche

Lass Dosenobst immer gut abtropfen. So verhinderst du, dass der Teig zu feucht wird, und dein Backergebnis bleibt ausgewogen.