Wenn du gerne in der Küche stehst, bist du wahrscheinlich schon mit verschiedenen Kochtechniken und Begriffen in Rezepten vertraut. Ein Begriff, der vielleicht Fragen aufwirft, ist „au bain-marie“. Was bedeutet das genau, und warum verwendet man diese Technik? In diesem Artikel erklären wir es dir im Detail, damit du beim nächsten Mal genau weißt, was gemeint ist, wenn du diesen Begriff in einem Rezept liest. Lies also schnell weiter!

 

Was ist au bain-marie?

Au bain-marie ist eine Kochtechnik, die häufig verwendet wird, um Zutaten gleichmäßig zu erhitzen oder zu schmelzen. Dabei nutzt man zwei Gefäße: In das untere Gefäß kommt heißes Wasser, darüber steht eine Schüssel mit den Zutaten. Die Wärme des Wassers überträgt sich sanft auf die obere Schüssel. Da es keinen direkten Kontakt mit einer Hitzequelle gibt, verringert sich das Risiko, dass empfindliche Zutaten anbrennen oder überhitzen.

Wann wird au bain-marie verwendet?

Diese Methode wird oft beim Schmelzen von Schokolade, der Zubereitung von Puddings, dem Erwärmen von Soßen oder dem Schmelzen von Butter verwendet. Zutaten, die empfindlich auf direkte Hitze reagieren oder schnell verbrennen, eignen sich besonders gut für diese Technik. So werden sie schonend erwärmt – ohne zu kochen.

Worauf solltest du bei au bain-marie achten?

Wenn du Zutaten im Wasserbad erwärmen oder schmelzen möchtest, gibt es ein paar wichtige Punkte zu beachten. Verwende immer eine hitzebeständige Schüssel, die die Wärme gleichmäßig verteilt. Plastik- oder Holzschüsseln sind dafür ungeeignet. Achte außerdem darauf, dass die Schüssel den Topf gut verschließt, damit der Dampf nicht entweichen kann. Die Schüssel darf das heiße Wasser nicht berühren. Rühre die Zutaten regelmäßig um, damit sie gleichmäßig erwärmt werden.

Schokolade im Wasserbad schmelzen

Besonders beim Schmelzen von Schokolade wird das Wasserbad häufig eingesetzt. Durch die sanfte Hitze schmilzt die Schokolade gleichmäßig, ohne zu heiß zu werden – ideal, denn Schokolade ist sehr empfindlich. Wichtig: Achte darauf, dass kein Wasser in die Schokolade gelangt. Schon ein paar Tropfen können die Konsistenz verändern und dazu führen, dass sie nicht mehr weiterverarbeitet werden kann. Das wäre natürlich sehr schade!

Wann ist ein Wasserbad noch hilfreich?

Außer zum Schmelzen von Schokolade eignet sich diese Technik auch hervorragend für andere Anwendungen.

Schokolade und Butter schmelzen

In manchen (Brownie-)Rezepten werden Schokolade und Butter gleichzeitig geschmolzen. In einem normalen Topf ist die Hitze oft zu stark, was dazu führen kann, dass die Schokolade anbrennt oder die Butter gerinnt. Im Wasserbad passiert das nicht: Beide Zutaten schmelzen bei gleichmäßiger Temperatur und verbinden sich zu einer glatten Masse. Das funktioniert übrigens auch mit vielen anderen hitzeempfindlichen Zutaten.

Lemon Curd erwärmen

Wenn du Lemon Curd selbst herstellen möchtest, ist es wichtig, dass die Masse nicht zu heiß wird. Zu hohe Temperaturen lassen das Ei stocken, was Klümpchen im Curd verursacht. Das willst du natürlich vermeiden. Ein Wasserbad ist dafür ideal: Es sorgt für eine gleichmäßige, sanfte Erwärmung, und dein Lemon Curd wird wunderbar cremig und geschmeidig.

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