Auf Social Media ist sie kaum noch zu übersehen: Ube-Kuchen, Ube-Cheesecake und Ube-Macarons in einem kräftigen Violett. Doch was ist Ube eigentlich, wie schmeckt die Trendzutat und wie kannst du sie beim Backen verwenden? In diesem Backtipp erfährst du alles, was du für dein erstes Ube-Backprojekt wissen musst.

Was ist Ube?

Ube ist eine violette Yamswurzel, die vor allem auf den Philippinen und in anderen Teilen Südostasiens verbreitet ist. Dort wird sie traditionell für Desserts und süßes Gebäck verwendet. Optisch ähnelt Ube sowohl Taro als auch der violetten Süßkartoffel, dennoch handelt es sich um unterschiedliche Zutaten. Taro schmeckt eher neutral und leicht erdig, während die violette Süßkartoffel süßer, aber weniger aromatisch ist.

Wie schmeckt Ube?

Ube besitzt ein mildes, leicht süßes Aroma, das häufig als Mischung aus Vanille und Nuss beschrieben wird. Manche erinnert der Geschmack auch entfernt an Pistazie. Besonders gut passt Ube zu Kokos, Vanille, weißer Schokolade und Frischkäse. Dadurch eignet sich die Zutat ideal für:

  • Kuchen
  • Cheesecakes
  • Buttercremes
  • Cupcake Toppings
  • Macaron Füllungen

Ube-Halaya, Ube-Pulver oder Ube-Extrakt?

In gut sortierten asiatischen Supermärkten und Onlineshops findest du Ube meistens als Ube-Halaya, Ube-Pulver oder Ube-Extrakt. Ube-Halaya ist eine bereits gesüßte, dicke Paste und besonders einfach zu verarbeiten. Sie bringt Geschmack, Farbe und Feuchtigkeit in den Teig und eignet sich daher gut für Einsteiger. Ube-Pulver ist trocken, lange haltbar und gut dosierbar, benötigt beim Backen aber meist etwas zusätzliche Flüssigkeit. Ube-Extrakt ist besonders konzentriert und wird eingesetzt, um Geschmack und Farbe zu intensivieren.

Die Produkte können sich je nach Marke deutlich in Süße, Farbe und Aroma unterscheiden. Probiere deine Ube-Zutat deshalb vor der Verwendung und passe die Menge im Rezept schrittweise an.

So verwendest du Ube beim Backen

Da Ube-Halaya bereits gesüßt und relativ feucht ist, solltest du bei einem bestehenden Rezept etwas weniger Zucker und Flüssigkeit verwenden. Rührst du die Paste zum Beispiel unter einen Rührteig, reduzierst du zunächst einen kleinen Teil der Milch und prüfst anschließend die Konsistenz. Bei Ube-Pulver gilt meist das Gegenteil: Hier braucht der Teig häufig etwas zusätzliche Flüssigkeit.

Die natürliche Farbe von Ube kann zwischen einem zarten Lavendelton und einem kräftigen Violett variieren. Fällt das Ergebnis zu blass aus, kannst du mit einer kleinen Menge violetter Lebensmittelfarbe nachhelfen. So wird die Farbe intensiver, ohne dass sich der Geschmack verändert.


Ube ist mehr als nur ein schöner Social Media Trend. Die violette Yamswurzel bringt ein mildes, vanillig-nussiges Aroma mit und lässt sich vielseitig für Kuchen, Cremes und Desserts verwenden. Wähle die passende Produktform, achte auf Zucker und Flüssigkeit und taste dich bei der Dosierung langsam heran. Probiere es aus und verwandle dein nächstes Gebäck in einen violetten Hingucker!